Holzpflege im Außenbereich: Wie Sie Kosten sparen und die Lebensdauer des Holzes verlängern

Regelmäßige Holzpflege im Außenbereich verringert die Erhaltungskosten, sorgt für eine schöne Optik und verlängert vor allem die Lebensdauer der Holzkonstruktion. Ein Holzfenster hält dann nicht nur 20 Jahre, sondern zwischen 30 und 40 Jahren. Wie eine professionelle Holzpflege umgesetzt wird, zeigen wir Ihnen in einem kurzen Überblick.

Holzpflege beginnt bereits bei der Konstruktion

Die Holzpflege im Außenbereich beginnt bereits damit, dass beim Bau auf einen konstruktiven Holzschutz geachtet wird. Das bedeutet, dass z.B. eine Holzterrasse so konstruiert sein muss, dass das Wasser abfließen kann und gleichzeitig die Terrasse nicht im Wasser steht (Ablauf, etc.). Daran erkennt man eine Profiarbeit.

Dasselbe gilt auch für alle anderen Holzkonstruktionen wie Dachstuhl, Balkon oder auch Zäune. Wird etwa beim Zaunbau Holz und Holz überlappend aufeinander geschraubt, dann stellen die überkreuzten Stellen kritische Bereiche dar. Wir legen hier Schnüre ein, damit zwischen waagrechtem und senkrechtem Zaunbrett genügend Raum bleibt, wo das Wasser ablaufen kann. Solche Kleinigkeiten in der Konstruktion sind entscheidend für eine lange Lebensdauer der Holzteile.

Holzpflege beginnt bereits mit einem konstruktiven Holzschutz
Unser Tischlerdienst-Team beim Bau einer Terrasse

Regelmäßige Holzpflege im 2-Jahresrhythmus

Wenn das Holz an gewissen Punkten schon drei Farbtöne dunkler ist, weil es von der Sonne so ausgezehrt ist, dass man es gar nicht mehr hell bekommt, dann kann man nur mehr das Beste daraus machen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Sie spätestens jedes zweite Jahr sämtliche Holzteile einem kritischen Blick unterziehen:

  • Wo wird es dunkler?

  • Wo zeigen sich Risse oder braune Verwitterungsstellen?

  • Wo beginnt die Farbe abzublättern?

Das betrifft Fenster, Türen und anderes Holz im Außenbereich wie eine Pergola oder ein Holzgeländer, Carport, Baumhaus oder Gartenhaus. Überprüfen Sie die Holzkonstruktionen auch immer wieder auf Feuchtigkeit und reinigen Sie verschmutzte bzw. verstopfte Abflüsse. Sie ersparen sich mit der regelmäßigen Holzpflege im Vergleich zu einer Sanierung nicht nur Kosten und Aufwand, sondern verlängern auch die Lebensdauer des Holzbauteils.

Holzpflege durch punktweises Nacharbeiten

Mit vergleichsweise geringem Aufwand kann man die Holzpflege durch punktweises Nacharbeiten der kritischen Stellen durchführen, d.h. man überprüft, wo es mechanische Beschädigungen, Risse oder Verwitterungsspuren gibt. An diesen Stellen wird das Holz gereinigt, leicht abgeschliffen und neu gestrichen bzw. eine Holzlasur aufgetragen.

Das ist beispielsweise eine Arbeit von rund zwei Stunden für zwei bis drei Fenster. Wenn das Fenster nach 10 bis 20 Jahren halb aufgerissen, die Farbe dunkel und das Holz teilweise schon vermorscht ist, wird die Sanierung des Fensters so teuer wie ein neues Fenster oder sogar mehr. Viele warten aber dennoch bis zuletzt. Das ist schade, denn das Fenster wird nicht mehr so schön, wie es einmal war, oder wie es sich erhalten hätte.

Holzfenster genießen übrigens zu Unrecht einen schlechten Ruf, weil sie "nicht 100 Jahre halten". Ein  Kunststofffenster landet häufig schon nach 15 Jahren auf dem Sondermüll, während ein gut gebautes und regelmäßig gepflegtes Holzfenster 50 Jahre und mehr überdauert.

Bester Beweis dafür sind alte Wiener Häuser oder Bauernhäuser aus dem 16./17. Jh., deren Originalfenster bestens erhalten sind. Das liegt zum einen an der Auswahl der richtigen Hölzer, an der Pflege und teilweise auch an der Konstruktion. Will man also an einem modernen Holzfenster lange Freude haben, ist eine regelmäßige Überprüfung und Pflege absolute Pflicht.

Mit richtiger Holzpflege lässt sich die Lebensdauer des Holzes verlängern.

Holzpflege von Dachgiebel und Dachuntersicht

Für eine Dachuntersicht ist es meist ausreichend, alle 15 Jahre das Holz zu reinigen, anzuschleifen und neu zu streichen. Schadhafte Stellen sind zuvor zu reparieren oder auszutauschen. Schwieriger gestaltet sich die Pflege beim Dachgiebel, wo Verkleidungen bzw. Abdeckungen der Sonne direkt ausgesetzt sind.

Je nachdem, wie das Dachgiebel-Holz behandelt wurde, entstehen nach einigen Jahren Risse und das Holz wird grau. Hier muss dann teilweise sehr viel abgeschliffen und verkittet werden Erst danach werden zwei bis drei Holzlasurschichten aufgetragen.

Hinzu kommt, dass der Dachgiebel schwierig zu erreichen ist. Je nach räumlicher Situation wird man sich einer langen Leiter oder eines Hubsteigers bedienen, in manchen Fällen wird man sich mit einem Geschirr abseilen lassen müssen.

Für den Anstrich sollten nur hochwertige Holzlasuren verwendet werden, die zwei bis drei Mal aufgetragen werden. Vor 20 Jahren war es eine große Unsitte von Fertigherstellern, Holzteile des Dachstuhls nur einmal mit einer Billiglasur zu streichen, um den Preis günstig zu halten. Relativ rasch hat sich dann eine unansehnliche Farbe gezeigt, die weder Grau noch Braun zuzuordnen ist.

Heute noch sind solche Dächer zu sehen, wenn man durch ältere Fertigteilhaus-Siedlungen spaziert.

Die Holzpflege des Dachgiebels und der Dachuntersicht

Statisch wichtige Bauteile besonders gut pflegen

Ein Zaun kann einem gefallen oder nicht – es wird in der Regel nicht viel passieren, wenn er nicht gut gepflegt ist und morsch wird. Wenn aber ein Holzsteher eine Hausstütze darstellt oder einen Carport abstützen soll, wird es äußerst ungemütlich, wenn dieser Steher zu morschen beginnt. Legen Sie daher bei konstruktiv wichtigen Bauteilen besonderes Augenmerk auf die Holzpflege.

Fazit: Holzpflege im Außenbereich

Die konsequente Holzpflege in Abständen von mindestens zwei Jahren ist günstiger als eine große Sanierung im Abstand von 10 bis 15 Jahren. Wenn Sie keine Zeit oder einfach keine Lust haben, die Arbeiten selbst durchzuführen, übernehmen wir gerne die Holzpflege ihrer Holzkonstruktionen im Außenbereich.


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