Wie man Holzfenster sanieren und aufrüsten kann

Holzfenster müssen vielfältigen Witterungseinflüssen standhalten und sind entsprechend zu warten. Wurde dies längere Zeit nicht beachtet, ist in der Regel eine umfassendere Fenstersanierung erforderlich.

Warum sollte man Holzfenster sanieren und pflegen?

Die kritischen Bereiche bei einem Holzfenster sind die untere waagrechte Leiste, die senkrechten Teile des Flügels sowie eventuell vorhandene Sprossen. Bei den waagrechten Teilen sammelt sich der Schlagregen und das Wasser läuft nicht ab. Sobald dann die Sonne darauf scheint, wirkt jeder Wassertropfen wie ein Brennglas. Unter dem Wassertropfen entstehen Temperaturen, die über 100 Grad hinausgehen.

Das ist auch der Grund, warum die Lasur aufzureißen beginnt. Mit der Zeit dringt dann Wasser unter der Lasur ins Holz ein und sprengt mehr und mehr die Farbe ab. Ähnlich verhält es sich auch mit den senkrechten Teilen: Das Wasser läuft am Holz hinunter und saugt sich an der Stirnseite in das Holz hinein.

Bei modernen Fenstern sind diese kritischen Stellen mit Leisten abgedeckt. Fenster, die 20 und mehr Jahre alt sind, haben solche Abdeckungen jedoch meist nicht. Das kann man aber nachrüsten – sowohl bei Holzisolierfenstern als auch Kastenfenstern. Profile gibt es in verschiedenen Eloxalfarben - von Silber über Bronce bis hin zu Gold. Bevor sie angebracht werden, muss das Fenster allerdings unbedingt in Ordnung gebracht werden.

Die kritischen Bereiche bei einem Holzfenster sind die untere waagrechte Leiste, die senkrechten Teile des Flügels sowie eventuell vorhandene Sprossen.

Welche Arbeiten fallen bei einer Fenstersanierung an?

Bevor ein Holzfenster neu gestrichen oder lasiert werden kann, muss es entsprechend vorbereitet werden. Die Vorbereitung ist so wichtig wie das Fundament eines Hauses und bestimmt die Qualität der Arbeit. Die einzelnen Schritte umfassen das Reinigen des Holzes, das Beheben von Mängeln (Risse verkitten, mechanische Beschädigungen ausbessern, vermorschte Stellen austauschen) und schließlich das Vorschleifen des Holzes. Erst dann kann mit dem Streichen begonnen werden. Das Streichen an sich nimmt bei einer Fenstersanierung den kleinsten Anteil der Arbeitszeit in Anspruch.

Die kritischen Bereiche bei einem Holzfenster sind die untere waagrechte Leiste, die senkrechten Teile des Flügels sowie eventuell vorhandene Sprossen.

Wie man Holzisolierglasfenster sanieren kann

Wenn Holzisolierfenster jahrelang nicht gepflegt und gewartet wurden, gibt es meist schon Schäden an der Lasur. Das Fenster muss dann bis zum Holz abgeschliffen und entsprechend repariert werden. Das geschieht meist in Teilabschnitten, also in der Regel dort, wo sich die kritischen Stellen befinden. Erst dann kann ein komplett neuer Lasuraufbau gemacht werden, d.h. es wird eine Grundierung und zweimal eine UV-Schutzlasur aufgetragen.

Abschließend können auf den waagrechten Teilen noch passende Aluminiumabdeckleisten aufgeklebt werden. Das Holzfenster ist dann optimal vor Schlagregen, direkter Witterung und Sonneneinstrahlung geschützt und hält auch wesentlich länger.


Wie man Kastenfenster erneuern kann

Kastenfenster kommen wieder in Mode, da man mittlerweile erkannt hat, dass sie vor allem für alte Gebäude die optimalen, bauphysikalischen Voraussetzungen mitbringen. Alte Kastenfenster sanieren zu lassen ist daher eine durchaus lohnende Alternative zum Fensteraustausch.

Warum Kastenfenster für alte Gebäude die beste Wahl sind

Baut man bei alten Gebäuden sehr gut abdichtende Fenster ein, dann werden häufig die Mauern plötzlich von Schimmel befallen. Das hat damit zu tun, dass der Luftaustausch nicht mehr dort stattfindet, wo er stattfinden sollte – also über das Kastenfenster.

Die Mauern von alten Häusern sind wärmetechnisch nicht optimal gedämmt und zudem auch anders aufgebaut als moderne Mauern. Werden nun in alten Gebäuden hochdichtende Fenster eingebaut, möchte die Luft natürlich nach außen entweichen. Da der Luftaustausch über die Fenster blockiert ist, gleichzeitig die alten Mauern aber nicht dampfdiffusionsgeschlossen sind, sucht sich die warme Luft ihren Weg durch die Mauer.

Dort kühlt die warme Luft auf eine Temperatur zwischen 11 bis 13 Grad ab. Bei einer gleichzeitig hohen Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent und mehr beginnt dann der Schimmel zu wachsen. Und genau das ist der Grund, warum heute Kastenfenster wieder zunehmend saniert oder sogar wieder eingebaut werden.

Wie wir Kastenfenster sanieren und zugfrei machen

Bei einem 50, 100 oder 200 Jahre alten Kastenfenster ist eine Sanierung keine große Sache. Der morsche Bereich wird einfach punktuell ausgetauscht, indem das Holz aus dem Fensterrahmen ausgeschnitten und neu eingesetzt wird. Dann wird es noch verkittet, verschliefen, gestrichen – und sieht aus wie neu. Wenn man das nicht tut und nur oberflächlich schleift, ohne Holzmängel zu beheben, ist das Fenster zwar schnell gestrichen, aber in einem Jahr hat man dasselbe Problem wieder.

Auch kann man das Kastenfenster, das nicht sauber schließt, leicht wieder gängig machen, indem man Schließbleche ein wenig versetzt oder das Holz an bestimmten Stellen nachschleift oder aufdoppelt.

Zusätzlich lässt sich das Kastenfenster aber auch gut abdichten. Der innere Flügel wird dabei dicht gemacht, der äußere bleibt hingegen offen, d.h. das Fenster wird außen nicht mit einer Dichtung abgeklebt. Auf diese Weise kann die Luft zirkulieren und gleichzeitig zieht es nicht mehr.

Das Kastenfenster als Lärmschutzfenster

Im Zuge einer Fenstersanierung werden Kastenfenster mittlerweile oft zu Lärmschutzfenstern aufgerüstet, indem man innen und außen unterschiedliche Glasscheibendicken einbaut: Üblicherweise ist in Kastenfenstern ein 4 mm-Glas verbaut. Ersetzt man nun beim Innenfenster das 4 mm-Glas durch ein 6 mm-Glas, dann schwingen die Gläser in unterschiedlichen Frequenzen. Raumschwingungen, die durch Geräusche entstehen, werden dadurch gebrochen und eine Lärmschutzwirkung entsteht. Zusätzlich kann mit einer eingefrästen Innendichtung der Effekt verstärkt werden. Da hier ganz normales, kostengünstiges Glas ausgetauscht wird, sind die Kosten sehr überschaubar.


Wie wir die Energieeffizienz Ihrer Holzfenster verbessern

Vor 20 Jahren betrug der standardmäßige U-Wert 3, heute liegt er bei 0,7. Diese Werte sind zwar nicht 1:1 auf den Heizbedarf umlegbar, dennoch bewegt man sich hier in Hinblick auf Heizkosteneinsparungen bei 10 bis 15 Prozent. Dieses Einsparungspotential lässt sich sowohl für ältere Holzisolierglasfenster als auch für Kastenfenster durch einfache Maßnahmen erschließen.

1. Holzisolierglasfenster energetisch sanieren

Wenn Sie Ihre alten Holzsiolierglasfenster im Zuge einer Sanierung auch gleich auf einen besseren Wärmeschutzstandard bringen möchten, lassen Sie einfach moderne Gläser mit einem höheren U-Wert einsetzen. Im Vergleich zu einem Fenstertausch stellt der Glastausch zudem eine staub- und schmutzfreie Lösung dar: Wir nehmen Glasleiste und Glasfenster heraus, setzen das neue Glas ein und dichten mit Silikon ab. Eine praktikable und rasche Lösung – ohne Stemmen, Staub und Schmutz.

2. Wärmedämmung beim Kastenfenster erhöhen

Um die Wärmedämmung eines Kastenfensters zu erhöhen, kann anstelle der innenliegenden Holzflügel ein innenliegendes spezielles Isolierglasfenster eingebaut werden. Damit erreicht man eine Dreifachverglasung: Isolierglasfenster (Zweifachverglasung) – Mauerstock – außenliegendes Kastenfenster (Einfachverglasung). Die Energieeffizienz des Holzfensters wird auf diese Weise erhöht, während gleichzeitig der Luftaustausch und die zarte Optik der Kastenfenster erhalten bleibt.


Holztür sanieren – welche Möglichkeiten gibt es?

Der Vollständigkeit halber noch einige Bemerkungen zu Holztüren: Die Sanierung einer Holztür folgt dem gleichen Prinzip wie die Sanierung von Holzfenstern, d.h. Beschädigungen werden ausbessert, Beschläge repariert, das Holz abgeschliffen und neu gestrichen oder lasiert. Zusätzlich kann auch die Dichtung angepasst werden, indem man von Einfachfalz auf Mehrfachfalzdichtungen aufrüstet oder umlaufende Dichtungen anbringt, damit nirgends der Wind durchpfeifen kann.

Die Adaption einer alten Holztür mit modernen, einbruchhemmenden Schließtechniken ist jedoch schwierig umzusetzen. Hier muss grundsätzlich abgewogen werden, ob die Tür optisch und funktionell hergerichtet oder aus sicherheitstechnischen Gründen eine neue Tür angeschafft werden soll.


Mit richtiger Holzpflege lässt sich die Lebensdauer des Holzes verlängern.

Holzfenster sanieren – wieviel kostet das?

Der Preis ist grundsätzlich abhängig vom Schadenszustand der Holzfenster. Für eine Rundumerneuerung ohne große Beschädigungen ist mit 100 bis 200 Euro pro Fenster zu rechnen. Die Sanierung von Holzfenstern mit starken Beschädigungen beläuft sich auf rund 200 bis 300 Euro/Fenster (inkl. Abdeckleisten). Ist bei einem Kastenfenster der Austausch vermorschter Stellen oder die Neuerstellung kompletter Fensterflügel erforderlich, können die Kosten bis zu 400 Euro/Fenster betragen.

 

 

Fazit: Holzfenster sanieren

Holzfenster können über viele Jahre hinweg ihre Funktion erhalten, wenn sie regelmäßig gepflegt und repariert werden. Kleine Beschädigungen sollten daher immer möglichst zeitnah in Ordnung gebracht werden. Wenn man längere Zeit nichts tut, werden diese Stellen immer mehr und immer größer und schließlich beginnt das Holz, morsch zu werden. Letzteres ist bei Isolierglasfenstern dann schon ziemlich kritisch. Mit einer umfassenden Fenstersanierung lassen sich jedoch auch größere Schäden wieder beheben. Zusätzlich können Sie sowohl bei Holzisolierglasfenstern als auch Kastenfenstern im Zuge einer Fenstersanierung den Wärmeschutzstandard verbessern.

Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne rund um das Thema Holzfenster sanieren!


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